Die Marke

Bulmers ist eine Marke, die dem britischen Cider-Hersteller H.P. Bulmer gehört. Zu dessen Marken gehören noch ein paar andere Cider, die Cider-Genießer vielleicht schon kennen, wie Strongbow, Woodpecker Cider und Scrumpy Jack.

Die Firma wurde 1987 von Henry Percival “Percy” Bulmer gegründet, nachdem seine Mutter ihm geraten hatte, sich eine Arbeit in etwas mit Essen oder Trinken zu suchen, da beide nie aus der Mode kämen. Eine schlaue Frau, der wir also indirekt diesen Cider zu verdanken haben. 1889 kam Percys älterer Bruder Edward Frederick Bulmer aus Cambridge in England zurück nach Hereford und schlug das Angebot des Königs von Siam aus, dessen Kinder zu unterrichten, um Percy beim Cidermachen zu helfen. Auch ein Mann, der die richtigen Prioritäten hatte.

Percy und Fred liehen sich vom Vater Geld, um Land für ihre Ciderproduktion zu kaufen. Laut Wikipedia und der Webseite der C&C Group PLC, zu der Bulmers heute gehört (obwohl es auch irgendwie zu Heineken gehört), nutzte man früher zum Fermentieren von Äpfeln die Hefe, die natürlich in Äpfeln vorkam. Erst 1905 isolierte ein ehemaliger Kommilitone Freds, ein gewisser Dr Herbert Durham, für die Firma wilde Hefe, die dann einfach dem Apfelsaft hinzugegeben werden konnte, sodass der Vorgang gleich viel konsistenter wurde. Das war quasi eine Revolution in der Ciderproduktion. Gelohnt hat es sich allemal, denn ebenfalls laut Wikipedia ist Bulmers “Cider Maker to Her Majesty the Queen” – in anderen Worten, wenn die Queen mal Cider trinkt, dann den guten von Bulmers!

Label-Detail von Bulmers Pear Cider
Birnen-Cider hat die Rezeptnummer 10.

Wer sich seine Flasche Bulmers schon mal genauer angeschaut hat, dem sind vielleicht ein paar Details aufgefallen. Einerseits findet man auf Cider von Bulmers die Rezeptnummer des Getränks. So hat der “Pear Cider” beispielsweise die Nummer 10, der “Original Cider” die Nummer 9.

Label am Flaschenhals des Pear Cider von Bulmers.

Ein weiteres witziges Detail ist das Etikett am Flaschenhals, auf dem die Brüder und “ciderproduzierenden Pioniere” Fred und Percy auf einem Tandem zu sehen sind. Laut der Bulmers-Webseite kauften sich die beiden nämlich 1899 zusammen für 24,- britische Pfund ein Tandem, um damit neue Orte in England kennenzulernen. Schön, dass die Brüder sich offenbar so gut verstanden. Das Design der Flasche ist schlicht aber clever, und neben dem Tandem sei auch der Apfel im B von “Bulmers” als nette Idee erwähnt.

Das Sortiment

Den Bulmers-Cider gibt es in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen, die jeweils in der 500ml-Flasche verkauft werden:

  • Bulmers Original Cider (4,5 %)
  • Bulmers Pear Cider (4,5 %)
  • Bulmers Crushed Berries And Lime (4,0 %)

Bulmers Pear Cider

Bulmers im Glas
Bulmers-Cider im richtigen Glas.

Der Bulmers Pear Cider ist nicht so sauer wie ein Aspall, bei dem man förmlich das Pub herausschmeckt, und nicht annäherend so süß und pappig wie ein Herrljunga, sondern er ist ein ganz wunderbar sanftes Zwischending. Er schmeckt erfrischend lecker mit einer erkennbaren Restsüße, ohne in irgendeiner Richtung aufdringlich zu sein. Der passt einfach immer.

Fazit: leicht herb, spritzig.
Ähnlich wie: Cooper’s, Aspall Suffolk, El Gaitero.