Hawkes Cider Doom & Bloom
Hawkes Doom & Bloom Rosé Cider

Die Marke

Die Cidermarke Hawkes ist in London angesiedelt und wirbt damit, ein urbaner Cider zu sein. Schüchtern sind sie nicht und das britische Understatement sucht man auf ihrer offiziellen Webseite vergebens, auf der sie sich gar als “Saviours of Cider” bezeichnen – also die Retter des Cider.

Wer sich jetzt ganz naiv fragt, wovor denn der Cider gerettet werden muss, dem sei zitiert: “For too long we’ve allowed ‘big’ cider and tradition to hold back our industry’s growth.” Big Cider, also die großen Cider-Macher, die den Markt dominieren und sich an alte Cider-Traditionen halten, halten laut Auffassung der Damen und Herren von Hawkes den Fortschritt auf und das Wachstum der Cider-Industrie zurück. Aber Hawkes sagt, damit ist jetzt Schluss! Jetzt ist’s vorbei mit den alten Traditionen und ab sofort heißt es Innovation. Und die Innovation beginnt mit einem Apfeltotenkopf.

Hinterseite der Ciderdose
Detail der Dose.

Das Sortiment

Neben einigen stilsicheren saisonalen Ablegern und zeitlich begrenzten Brauvorhaben gibt Hawkes als “Core”-Cider, also quasi als ihr Hauptgeschäft, die folgenden Cider an:

  • Urban Orchard – 4,5 % Alkohol, in London gepresster Apfelcider
  • Dead & Berried – 4 % Alkohol, Cider mit dem Geschmack von Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren
  • Doom & Bloom – 4 % Alkohol, mit Rhabarber- und Erdbeeraroma
  • Slam Funk – 6,7 % Alkohol, mit Äpfeln aus Herefordshire

Apropos Urban Orchard: Hier sei darauf verwiesen, dass es auch eine andere Cider-Marke gibt, die sich Urban Orchard schimpft, die Urban Orchard Cider Co. – die ist jedoch in North Carolina in den USA und scheint mit den Hawkes-Leuten nichts zu tun zu haben.


Doom & Bloom Rosé Cider

Hawkes Doom and Bloom Cider vorne
Schick mit apfeligem Totenkopflogo.

Der Doom & Bloom von Hawkes schmeckt sehr sauer und prickelt nicht. Er erinnert nicht an typisch englischen Pub-Cider sondern schmeckt eher wie hessischer Apfelwein, der ungespritzt auch eher sauer ist und nicht moussiert. Das angeblich enthaltene Rhabarber- und Erdbeeraroma ist überaus subtil und eine Restsüße sucht man vergebens. Dieser Cider könnte schmeckt solchen, die es eher bodenständig mögen und auch Fans von hessischem Ebbelwoi sind.

Fazit: Trocken, wenig prickelnd.
Ähnlich wie: Deutscher Apfelwein